Der Baumbestand der Heeder Streuobstwiese ist sichtbar gewachsen

30.08.2026

Wild- und Kernobst, den Prinz Albrecht von Preußen oder der Hochstamm vom Danziger Kantapfel, all das und einigs mehr umfasst seit Ende November 2025 die Neupflanzung auf der Streuobstwiese. 

Nachdem die Stadt Diepholz schon 2020 den nordwestlichen Teil der Streuobstwiese als Ausgleichmaßnahme gemeinsam mit dem Verein Streuobstwiese Heede eV. neu bepflanzt hat folgt Ende 2025 der nordöstliche Teil oberhalb der großen Eiche. Die zweite Erweiterung. Schafhaltungsgerechter Baumschutz, kräftige und große Jungbäume, Sortenvielfalt und fachgerechte Pflanzung kennzeichnen die Neuanlage. Gedankt dafür sei der Firma Gartenbau Tasche, die von der Abteilung Tiefbau und Grünflächen der Stadt Diepholz mit der Pflanzung beauftragt wurde. Dank auch an Herrn Hehmann von der Stadt Diepholz für die kooperative und verlässliche Zusammenarbeit.

Ausgleichsmaßnahmen: Natur als Ausgleich für bebaute Flächen

Wird irgendwo gebaut, dann bedeutet das immer auch einen Eingriff in Natur und Landschaft. Wie im Zivilrecht so im Naturschutzrecht ist festgeschrieben: Angerichtete Schäden müssen wiedergutgemacht werden, das gilt natürlich gerade auch für Kommunen - so erklärt sich die Zusammenarbeit zwischen Stadt Diepholz und dem Streuobstwiesenverein. Der Gesetzgeber hat als lnstrument die "naturschutzrechtliche Eingriffsregelung" eingeführt. Diese Regelung ist als ein Instrument des modernen Naturschutzrechtes im Niedersächsisches Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWatdLG) und im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) verankert worden, mit dem Ziel, den Status quo von Natur und Landschaft zu erhalten und damit einem weiteren Landschaftsverbrauch entgegenzuwirken. Die Regelung dient dem Ziel, zu verhindern, dass die Belange von Natur und Landschaft nachhaltig und erheblich beeinträchtigt werden. 
Wer also mit dem Bau einer Straße oder eines Gebäudes Natur zerstört, hat die gesetzliche Pflicht, anderswo Flächen ökologisch aufzuwerten und dauerhaft zu sichern. Etwa durch Anpflanzen einer Hecke, Renaturierung eines Moores, Umwandeln eines Ackers in eine artenreiche Magerwiese, oder die Pflanzung von Obstbäumen Die ldee dahinter: Trotz aller Bauprojekte sollen Natur und Landschaft und damit Flora und Fauna im dicht besiedelten Deutschland unversehrt bleiben.
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Streuobstwiese - Heede e. V.
gegründet 1995
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